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Das Königreich Kambodscha ist ein Staat in Südostasien. Das Land liegt am Golf von Thailand und grenzt im Norden an Laos und Thailand, östlich und südlich an Vietnam. Mit einer (Land-)Fläche von ca. 177 000 qkm ist Kambodscha etwa halb so groß wie Deutschland. Zwei Drittel Kambodschas werden durch das Kambodschanische Becken eingenommen, das sich 5 - 30 m über dem Meeresspiegel befindet und in dessen westlichem Zentrum der See Tonle Sap liegt. Von 3 Seiten schließen sich an das Becken Gebirge und Hochebenen an. Zu Kambodscha gehören auch 64 Inseln. Das Monsunklima beschert ganzjährig hohe Temperaturen. Flora und Fauna sind trotz massiver Eingriffe in die Naturräume (v. a. Abholzung) und einem schwunghaften illegalen Handel mit seltenen Arten vielfältig.

In Kambodscha leben rund 16 Mio. Menschen. Trotz fortschreitender Verstädterung lebt der Großteil der Menschen auf dem Land und betreibt Ackerbau. Die Bevölkerung ist jung. Über 40 Prozent sind – auch bedingt durch die Geschichte – unter 18 Jahre alt.

 

Kambodscha
Fotocredit: Plan International

 

Geschichtlicher Hintergrund

Nach dem Ende des Indochinakriegs wurde Kambodscha unabhängig. 1975 rissen die Guerillas der Roten Khmer die Macht an sich. Ihr Anführer, Pol Pot, glaubte daran, dass die Armut im Lande nur bekämpft werden könnte, indem das Bauerntum gestärkt und alles Städtische zerstört werden müsse. Die Roten Khmer errichteten ein Terror-Regime, dem schätzungsweise 2 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Bis heute wirken die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser Zeit nach. Nachdem das Regime 1979 gestürzt wurde, brach ein Bürgerkrieg aus, der erst Ende der neunziger Jahre gänzlich befriedet werden konnte.

 

Zur Situation heute

Seit Ende des Bürgerkriegs durchläuft Kambodscha einen Prozess der Stabilisierung und Entwicklung. Wahlen finden regelmäßig alle 5 Jahre statt und die Wirtschaft weist ein kontinuierliches Wachstum auf. Auch die Infrastruktur des Landes wurde verbessert. Gleichzeitig ist es gelungen, die Armut innerhalb der Bevölkerung zu reduzieren. Trotzdem zählt Kambodscha im regionalen Vergleich nach wie vor zu den ärmsten Ländern Südostasiens und hat weiterhin mit strukturellen Problemen zu kämpfen. 90 Prozent der armen Bevölkerung lebt in abgelegenen ländlichen Regionen, die nur wenig vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Staatsoberhaupt Kambodschas ist König Norodom Sihamoni. Ministerpräsident Hun Sen von der Kambodschanischen Volkspartei amtiert seit 1998 und wurde 2018 als Regierungschef wiedergewählt. Die innenpolitische Lage ist angespannt und hat sich in der jüngsten Vergangenheit weiter verschlechtert.

 

Herausforderung im Projekt

Die Herausforderungen Kambodschas sind facettenreich: Fehlende Bildungsmöglichkeiten (der Alphabetisierungsgrad lag 2015 bei 80.5 Prozent) sind neben unzureichender Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen sowie Mangelernährung problematisch für die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und das Leben von vielen Familien und Gemeinden.

Die ersten Lebensjahre haben einen entscheidenden Einfluss auf die körperliche und geistige Entwicklung eines Kindes. In der ländlichen Projektregion Stung Treng weisen jedoch viele Kinder Anzeichen von Mangelernährung auf, die Kindersterblichkeit ist im regionalen Vergleich überdurchschnittlich hoch und auch das Angebot von frühkindlicher Förderung fehlt. Rund 40 Prozent der Menschen haben zudem keinen Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Anlagen und Waschgelegenheiten. So gefährden fehlende Hygiene und Mangelernährung das gesunde Aufwachsen der Mädchen und Jungen.

 

Ziel des Projekts:

Mit diesem Projekt ermöglichen wir Kindern bis 6 Jahre in der Region Stung Treng frühkindliche Förderung und ein gesunderes Aufwachsen. Mädchen, Jungen, Familien und Gemeindemitglieder bekommen einen besseren Zugang zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen. Wissensmanagement, Praktiken und Verhalten im Bereich Hygiene werden verbessert.

 

Kambodscha1
Fotocredit: Plan International

 

Kambodscha
Fotocredit: Plan International

 

Maßnahmen:

  • Identifikation der Dörfer in der Projektregion mit geringem Zugang zu Wasserquellen
  • Bau und Sanierung von Wasserversorgungssystemen im Rahmen staatlicher Standards in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinderäten
  • Identifikation der Bildungseinrichtungen zur Verbesserung der Sanitäreinrichtungen
  • Bau und/oder Renovierung von kinderfreundlichen und geschlechtergerechten Sanitäreinrichtungen
  • Informationsveranstaltungen und Trainings für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende zu WASH-Schwerpunkten (Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene) in Vor- und Grundschulen
  • Bereitstellung von Informationen sowie Informationsveranstaltungen und Trainings für Gemeindemitglieder zur Förderung des Themas Hygiene, die über verschiedene Medien entwickelt und verbreitet werden

 

Kambodscha
Fotocredit: Plan International

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