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Aktuelles Projekt – LAOS: Bau von Gesundheitszentren und Mutter-Kind-Stationen


Laos

Fotocredit: Noy Promsouvanh / Plan International

 

Geografie und Klima

Mit einer Fläche von etwa 236 800 km² ist Laos gerade mal so groß wie das ehemalige Westdeutschland. Man kann sagen, Laos bedeckt zwei Drittel der Fläche des heutigen Deutschlands. Im Gegensatz zu Deutschland leben in Laos gerade Mal geschätzte 7 Millionen Menschen, was für ein Land in Asien fast unglaublich klingen mag!

Im Norden liegt das Traminplateau (2 817 m) und im Süden rahmt das Bolovenplateau (2 000 m) das Binnenland Laos ein. Der längste Fluss Laos, der Mekong, 1 865 km lang, zeichnet die Grenze zu Thailand. Als wichtigste Verkehrsstraße verbindet dieser auch die Städte Luang Prabang sowie die Hauptstadt Vientiane. 40 % des Landes werden immer noch von Urwäldern bedeckt, wobei 75 % aus schroffen Bergketten bestehen.

Umwelt: Wie auch in anderen Staaten führte die starke Abholzung der Regenwälder in den letzten Jahrzehnten zu einem Absinken des Grundwasserspiegels in einigen Regionen. Dies resultiere in einer gefährlichen Trinkwassersituation in Laos. Der Wald ist vor allem durch Holzgewinnung, durch Rodung zur Ackerlandgewinnung und durch die Brennstoffgewinnung gefährdet. Jährlich werden etwa 300 000 ha Wald vernichtet, wodurch mehr als 68 Arten vom Aussterben bedroht sind. Mittlerweile sind jedoch etwa 14 % des Territoriums geschützt.
Ein weiteres großes Umweltproblem sind Blindgänger aus dem Vietnamkrieg. Gerade in landwirtschaftlichen Regionen werden Menschen verletzt oder getötet.

 

Problematik

In den entlegenen Dörfern der Provinzen Oudomxay und Salavan ist der Weg zum nächsten Gesundheitszentrum weit. Ein Großteil der Bewohnerinnen und Bewohner gehört ethnischen Minderheiten an und so fällt es ihnen schwer, sich mit dem Gesundheitspersonal zu verständigen. Da es zudem kaum Privatsphäre in den Kliniken gibt, bringen die meisten Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt, ohne medizinische Betreuung. Ferner leiden viele Schwangere und Kinder unter Mangelernährung. Untersuchungen in den Projektregionen zeigen, dass rund die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren betroffen ist. Grund hierfür sind häufig Durchfallerkrankungen, aber auch traditionelle Ernährungsregeln. Sie führen dazu, dass sich Schwangere einseitig ernähren und Mütter ihre Babys schon früh mit Reis füttern anstatt zu stillen. So fehlen den Kindern wichtige Nährstoffe, die sie für eine gesunde Entwicklung brauchen.

 

Laos

Fotocredit: Noy Promsouvanh / Plan International

 

Maßnahmen

  • Neubau von 3 Gesundheitszentren inklusive Mutter-Kind-Stationen
  • Bau von Mutter-Kind-Stationen in 8 bestehenden Gesundheitszentren
  • Ausstattung der 11 Gesundheitszentren mit Mobiliar, medizinischen Geräten und Medikamenten
  • Ausbau der Wasser- und Sanitärversorgung
  • Schulungen für Geburtshelferinnen und Gesundheitspersonal

 

Ziel des Projektes

Mit diesem Projekt verbessern wir die gesundheitliche Situation von Müttern und Kleinkindern in drei Distrikten der Provinzen Oudomxay und Salavan. Durch den Neubau von drei Gesundheitszentren und die Erweiterung von 8 Gesundheitszentren um Mutter-Kind-Stationen erhalten Schwangere, Mütter und Kinder einen besseren Zugang zu medizinischer Versorgung. Zusammen mit den lokalen Gesundheitsbehörden schulen wir Geburtshelferinnen, damit sie in den Gemeinden Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangeren sowie Ernährungs- und Hygieneberatungen durchführen.
Alle 11 Gesundheitszentren sowie 3 Gemeinden erhalten neue Wasseranschlüsse, Sanitäranlagen und Waschgelegenheiten. Diese verbessern die Hygiene und helfen, Krankheiten vorzubeugen. Von den Projektmaßnahmen profitieren rund 41 000 Kinder unter 5 Jahren sowie insgesamt mehr als 208 000 Einwohnerinnen und Einwohner in den Distrikten Ta Oi und Salavan und in der Provinz Salavan sowie im Distrikt Houn der Provinz Oudomxay.

  

Laos

Fotocredit: Douanghta Manivanh

 

Laos

Fotocredit: Plan Stiftung