10.000 Euro Spende für Hilfe in Myanmar / Birma
 | Anfang Mai hinterläßt der Wirbelsturm Nargis in Myanmar in Burma ein Bild der Verwüstung: Zigtausende Menschen kostet der verherrende Sturm das Leben. 1,5 Millionen sind obdachlos geworden. Inzwischen konnten tausende Verwundete behandelt und die Hilfsgüter verteilt werden. Aufgrund der vorherrschenden schwierigen politischen Situation vor Ort ist derzeit kein konkretes Projekt realisierbar. Die Arthrex Stiftung möchte jedoch sicherstellen, dass geholfen werden kann und gibt 10.000 Euro in einen sogenannten Dachfonds (Nothilfefonds). |
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Situationsbericht (Auszüge) für Myanmar vom Plan Programmdirektor Prem Shukla:
Auch eineinhalb Jahre nach dem Zyklon Nargis ist die Armut im Irrawaddy-Delta beträchtlich. Nach wie vor ist es für die Bevölkerung schwierig, Grundnahrungsmittel zu bekommen. Umso bewundernswerter ist der Eifer und die Kraft, mit der sich die Menschen am Wiederaufbau und Schulungen zur Katastrophenprävention beteiligen. Insgesamt 33 Schulen sind renoviert und an die Gemeinden bzw. Behörden übergeben worden.
Nun werden Schulungen zur Katastrohenprävention durchgeführt. Zudem werden bis Mai 2010 sechs neue Schulen in Mawlamayinegyun gebaut. Drei dieser Bildungseinrichtungen werden katastrophensicher sein und im Unglücksfall 500 Personen Schutz bieten.
Es wurden 14 Kindergärten gebaut, darunter vier katastrophensichere Zentren in den abgelegenen Regionen Pyinsalu, Aung Hliang und Konegyi in der Nähe der Küstenstadt Labutta im Irrawaddy-Delta. Bei einer Katastrophe bieten jedes dieser Gebäude bis zu 1.500 Personen Schutz. Demnächst werden drei neue Kindergärten und ein Berufschulzentrum für Waisen in Labutta errichten. In dem Zentrum sollen zudem Schulungen zum Kinderschutz und Förderunterricht stattfinden.
Kindern und Erwachsenen werden im Irrawaddy-Delta eine psycho-soziale Betreuung und Traumabewältigung sowie Schulungen zur Katastrophenprävention angeboten. In 13 Gemeinden werden Projekte zur frühkindlichen Förderung realisiert. Die Maßnahmen sollen bis Ende Januar 2010 abgeschlossen sein.
Weiterhin wird auch der Katastrophenschutz an den Schulen im Irrawaddy-Delta verbessert. Bisher haben 211 Schuldirektoren und Grundschullehrer ein Katastrophentraining absolviert und sind mit Schulungsunterlagen versehen worden. Weitere 40 Trainer werden noch ausgebildet. Sie werden ihr Wissen in eigenen Schulungen weitergeben und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen Ernstfall vorbereiten. Zudem starten in diesem Monat die Schulungen zur Katastrophenprävention auf Gemeindeebene. 3.000 Lehrkräfte (mindestens ein Lehrer pro Grundschule und zwei Lehrer je weiterführende Schule) in sieben Bezirken werden geschult. Weitere 2.000 Lehrkräfte sollen in den nächsten Monaten ein Training erhalten. Das ursprünglich auf drei Jahre angelegte Programm wurde nun um zwei Monate - bis zum 31.März 2010 - verlängert.